Wann eine Erneuerung fällig ist
Drei Anlässe bringen die meisten Anrufe. Erstens der Umbau: Küche versetzt, Bad neu, Dachgeschoss ausgebaut. Zweitens der Kauf eines Altbaus, bei dem der Gutachter die Elektrik als Mangel notiert hat. Drittens der Punkt, an dem etwas nicht mehr funktioniert — die Sicherung fliegt regelmäßig raus, oder im Bad fehlt der Fehlerstromschutzschalter.
In Bremen ist der zweite Fall der häufigste. Der Bestand an Altbremer Häusern ist groß, viele Anlagen stammen aus den Sechzigern und Siebzigern, und in Teilen fehlt der Schutzleiter. Solange nichts passiert, fällt das niemandem auf. Beim Verkauf oder bei der ersten Fehlersuche fällt es sofort auf.
Auf Putz oder unter Putz — daran hängt der Preis
Unter Putz heißt: schlitzen, Leitungen legen, verputzen, streichen. Das sieht am Ende aus, als wäre nie jemand da gewesen, und es ist der teuerste Weg. Auf Putz mit Kabelkanal ist deutlich günstiger und in Kellern, Garagen und Werkstätten ohnehin üblich.
Im bewohnten Altbau gibt es einen dritten Weg, über den selten jemand spricht: Bestandsleitungen nachrüsten statt komplett ersetzen. Wo der Querschnitt reicht und die Leitung in Ordnung ist, wird der Stromkreis neu abgesichert, aufgeteilt und mit einem Fehlerstromschutzschalter versehen, ohne dass die Wand aufgeht. Das geht nicht überall — nach der Messung wissen wir, wo es geht.
Was heute anders geliefert wird als vor dreißig Jahren
Die Zahl der Stromkreise richtet sich nicht danach, wie viele vorher da waren, sondern danach, was heute an der Wand hängt. Küche, Bad und Arbeitszimmer bekommen eigene Kreise, jeder Endstromkreis einen Fehlerstromschutzschalter.
Netzwerkdosen legen wir in jedem Raum mit, in dem später ein Schreibtisch oder ein Fernseher stehen könnte. Nachträglich kostet eine einzelne Dose mehr als fünf davon im laufenden Umbau.
Photovoltaik, Speicher und Wallbox
Der Anschluss von Photovoltaik, Batteriespeicher und Wallbox gehört zur Elektroinstallation und wird deshalb hier mitgeplant. Als zertifizierter Fachpartner von VARTA Storage schließen wir Speichersysteme an, die Anmeldung bei wesernetz übernehmen wir.
Ehrlich dazu gesagt: Große Aufdachanlagen sind nicht der Schwerpunkt dieses Betriebs, und Projektfotos davon gibt es keine. Was wir zeigen können, ist der Zählerplatz und die Lastverteilung dahinter — der Teil, an dem Anlagen tatsächlich scheitern.